Der jüdische Friedhof Wien-Währing in Bildern

Mitten in Wien verrottet ein jüdischer Friedhof. Über 30.000 Menschen sind hier begraben. Eine Bildreportage.

So sollte kein Friedhof aussehen: umgestürzte Bäume, dichtes Gestrüpp, dazwischen zerbrochene Grabplatten. Manche Gräber sind fast völlig zerstört, teilweise stehen sie sogar offen.

Wir sind mitten in Wien, gleich neben dem Gürtel, einer der wichtigsten Straßen der Stadt. Fast direkt an der U-Bahn-Linie 6, in Wien-Währing, erheben sich die Mauern eines weithin unbekannten jüdischen Friedhofs. Über 30.000 Menschen liegen hier begraben. Doch der Friedhof ist in einem katastrophalen Zustand – und kaum jemanden kümmert es.

Für die Sanierung, die nach Schätzung von Friedhofsrestauratorin Tina Walzer rund 20 Millionen Euro kosten würde, ist angeblich kein Geld da. Gleichzeitig genehmigen sich die Regierungsspitzen von ÖVP und FPÖ Sonderbudgets von über 100 Millionen Euro, deren Zweck unklar ist. Kritiker sprechen von einem „Körbergeld“ für Kanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache.

In diesem Bildbericht könnt ihr sehen, wie es auf dem Friedhof aussieht. Für Vice habe ich auch eine ausführliche Reportage über den Friedhof, den Zustand und die Geschichte der Gräber sowie den Stand der Sanierungen geschrieben.

 

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