Mazedonien: Tränengas gegen Flüchtlinge – Konsequenz der österreichischen Flüchtlingspolitik

Die mazedonische Polizei hat an der Grenze zu Griechenland Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“. Damit setzt Mazedonien unter anderem Vorgaben der österreichischen Bundesregierung um.

Am 12. Februar hatte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) gefordert: „Mazedonien muss darauf vorbereitet sein, den Zustrom vollständig zu stoppen, weil es das erste Land nach Griechenland ist.“

Der mazedonische Außenminister Nikola Poposki reagierte auf diese Aussage mit den Worten: „Die Maßnahmen, die wir treffen werden, werden ein Spiegelbild dessen sein, was von Deutschland oder Österreich gemacht wird.“ Poposki weiter: „So viele Migranten die EU-Staaten hineinlassen wollen, so viele werden wir hineinlassen und durchreisen lassen.“

Ebenfalls am 12. Februar hat der sozialdemokratische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil österreichische Truppen angeboten, die in Mazedonien Heer und Polizei bei der Abwehr von Flüchtlingen unterstützen sollen.

Diese Kooperation nimmt in den letzten Tagen Gestalt an, aktuell sind österreichische Soldaten bereits auf Erkundungsmission in Mazedonien. Angedacht ist die Entsendung von Soldaten, Geräte und Ausrüstung.

Wer nun also empört ist über die Ereignisse an der mazedonischen Grenze, sollte die Verantwortung der österreichischen Regierung dabei nicht vergessen.

Flattr this!

Kommentar hinterlassen zu "Mazedonien: Tränengas gegen Flüchtlinge – Konsequenz der österreichischen Flüchtlingspolitik"

Hinterlasse einen Kommentar