Die Turkish Airlines wurde am Salzburger Flughafen blockiert

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AktivistInnen haben am Sonntag den Schalter der Turkish Airlines am Salzburger Flughafen blockiert. Sie protestieren gegen den türkischen Angriffskrieg in Nord-Syrien. Die Polizei hat alle TeilnehmerInnen abgeführt.

„Wer jetzt in der Türkei Urlaub macht oder Geschäfte abschließt, muss sich bewusst sein, dass sie/er damit auch das Erdoğan-Regime legitimiert”. Das erklären die TeilnehmerInnen der Blockade in einer Stellungnahme. Rund 20 AktivistInnen waren es, die am Sonntag abend den Schalter der Turkish Airlines am Flughafen von Salzburg blockiert haben.

Die Polizei hat die Blockade nach kurzer Zeit beendet und alle TeilnehmerInnen zur Identitätsfeststellung abgeführt. Gegen 21.30 waren alle TeilnehmerInnen wieder auf freien Fuß, wie eine TeilnehmerIn mir am Telefon berichtet. „Wir wollen und müssen Stellung gegen den türkischen Angriffskrieg gegen die Bevölkerung Stellung beziehen“, erklärt die Aktivistin.

Dass der Schalter von Turkish Airlines ausgewählt wurde, ist kein Zufall. Die teilstaatliche Fluggesellschaft ist eng mit dem Regime der türkischen Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdoğan verbunden.

Wo die Guerilla regiert: Das Gazi-Viertel in Istanbul

Die AKP setzt stark auf den Ausbau des Flugverkehrs: Der seit April im Vollbetrieb laufende neue Mega-Flughafen von Istanbul soll nach den Plänen der Regierung zum größten der Welt werden. Damit sind die Profite aus der Flugbranche – wie auch jene aus dem Tourismus – zentral für den Erfolg des Regimes.

Zu den Blockadeaktionen auf Flughäfen hatte die Kampagne #RiseUp4Rojava aufgerufen, wie die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtet. Die Türkei müsse für ihren Krieg sanktioniert und wirtschaftlich geschädigt werden, hieß es in einer Erklärung.

Weltweit haben bereits dutzende ähnliche Aktionen gegen türkische Fluglinien stattgefunden. In Deutschland etwa gab es Aktionen auf Flughäfen in Frankfurt, München oder Münster-Osnabrück.

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Die Kampagne begründet diese Aktion mit dem Widerstandsrecht und der Bedeutung der Fluggesellschaften für die türkische Ökonomie: „In diesen Zeiten des faschistischen Krieges gegen die Revolution in Rojava ist es wichtig, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren (…). Gleichzeitig wird zum „globalen Widerstand“ aufgerufen, „um diese Unternehmen und Finanzinstitutionen, die den türkischen Faschismus militärisch oder finanziell unterstützen, zu zerstören, zu blockieren und zu besetzen.“

Impressionen aus Kurdistan

Die Hoffnung der AktivistInnen: „Wenn die Schalter auf der ganzen Welt blockiert werden, wird dies Druck auf das türkische Regime ausüben, der Tourismusindustrie schaden und sichtbar machen, dass die Menschen auf der ganzen Welt solidarisch mit der Revolution in Rojava sind.“

 

 

 

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