Die Groß-Demo gegen Faschisten in Wien-Favoriten

Bild: Michael Bonvalot

Bis zu 1500 Menschen demonstrieren am Samstag in Wien gegen die faschistischen Grauen Wölfe. Im Anschluss wurde ein Journalist mutmaßlich von Faschisten angegriffen und verletzt. Der Vor-Ort-Bericht und die Bildergalerie zum Protest.

„Schulter an Schulter gegen Faschismus – Faşizme Karşı Omuz Omuza!“ Lautstark tönen die antifaschistischen Parolen am Samstagnachmittag durch Wien-Favoriten.

Bereits seit Tagen greifen faschistische Graue Wölfe in diesem traditionellen Wiener ArbeiterInnenbezirk kurdische, türkische und österreichische Linke sowie das linke Zentrum Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) an. Als Reaktion sind am Samstag bis zu 1500 Menschen vom Columbusplatz bei der Favoritenstraße zur türkischen Botschaft in Wien-Wieden gezogen.

Während der Demonstration am Samstag gab es erstmals keine Provokationen der faschistischen Grauen Wölfe. Offenbar hatten die Faschisten diesmal bewusst auf offene Störaktionen verzichten. Auch auf ihren Seiten in den sozialen Medien hatten sie ihre AnhängerInnen dazu aufgerufen, diesmal still zu halten.

Das EKH in Wien wurde von Faschisten angegriffen

Ich habe bereits die Proteste in den letzten Tagen umfassend begleitet und war laufend vor Ort. Hier kannst du meinen Bericht über die ersten Angriffe am Mittwoch lesen. Hier kannst du meinen Bericht über den Angriff auf das EKH am Donnerstag lesen. Hier kannst du meinen Bericht über die linke Demo und die faschistischen Angriffe am Freitag lesen.

Die Polizei hielt sich am Samstag ebenfalls weitgehend zurück. Allerdings wurden nach dem Ende der Demonstration einige TeilnehmerInnen am Schwarzenbergplatz angehalten, es folgten Identitätsfeststellungen. Zu einem schweren Zwischenfall kam es allerdings nach der Demonstration.

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Angriff auf Journalisten

Der Journalist Nurettin Civandağ wurde am Abend in Favoriten mutmaßlich von faschistischen Grauen Wölfen angegriffen. Das berichten mir verschiedene Quellen. Er wurde offenbar mit ernsten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, es soll zumindest keine Lebensgefahr bestehen.

Polizeisprecher Patrick Maierhofer bestätigt einen Polizeieinsatz, nachdem ein Journalist gegen 23 Uhr angegriffen und verletzt wurde. Mehrere unbekannte Täter wären von der Polizei angezeigt worden, der Verfassungsschutz sei in Kenntnis gesetzt worden. Die Polizei könne nicht bestätigen, dass es sich bei den Tätern um Graue Wölfe handle. Ermittlungen würden laufen.

Sobald es neue Informationen zum Gesundheitszustand von Nurettin Civandağ gibt, werde ich darüber berichten.

Die Bildergalerie zur Demo am Samstag in Wien

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