Die Ex-FPÖ-Außenministerin Kneissl schreibt nun für Russia Today

Als Außenministerin kniete Karin Kneissl vor Putin – jetzt schreibt sie für sein Propaganda-Medium.

Noch vor wenigen Wochen klagte Karin Kneissl, dass sie keinerlei Geld aus dem Corona-Härtefonds beziehen könne. Sie hätte „null Einkommen“, jammerte Kneissl im Standard. Was die ehemalige Außenministerin auf einem FPÖ-Ticket dabei „vergessen“ hatte: Noch bis Dezember 2019 kassierte Kneissl eine Gehaltsfortzahlung von 13.400 Euro monatlich. Ihre „Einkommensprobleme“ könnten nun gelöst sein.

Denn seit Kurzem darf Kneissl als Korrespondentin für das russische Propagandamedium Russia Today (RT) schreiben. RT ist im deutschsprachigen Raum vor allem in der extremen Rechten sehr beliebt. Kreml-nahen Medien werden in der aktuellen Corona-Krise auch bewusste Desinformationskampagnen vorgeworfen.

Bereits bei Kneissls Hochzeit im August 2018 gab es höchstrangigen russischen Besuch. Präsident Wladimir Putin persönlich machte seine Aufwartung – ein Video, wo Kneissl vor Putin kniet, wurde danach von Russia Today publiziert.

Nun freut sich RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan in einem Social Media-Posting: „Die selbe Außenministerin Karin Kneissl, mit der Putin auf ihrer Hochzeit getanzt hatte, wird jetzt für uns Kolumnen-Autorin.“

Kneissls erste Kolumne auf RT erschien am 8. Mai. Das Thema wirkt auf den ersten Blick für eine Ex-Außenministerin etwas eigenwillig: Die Zukunft des Autos nach Corona. Doch im Kern stellt der Artikel eine Verteidigung der Automobil-Industrie und eine Abkehr von Klimaschutz-Maßnahmen dar – durchaus passend für die Ex-Ministerin der neoliberalen FPÖ, die vor allem in Oberösterreich eng mit der Auto- und Stahlindustrie verbündet ist.

FPÖ-nahes Institut: Klimawandel kein Problem, weil es Swimming Pools gibt

Vor Corona sei die Zukunft der Autoindustrie „vom Klimawandel und dem Green Deal der EU geprägt“ worden, so Kneissl. Thema sei damit auch die Abkehr vom Verbrennungsmotor gewesen.  Doch dann folgt das Hohelied Kneissls auf das Auto.

Es sei „über das gesamte vergangene Jahrhundert“ ein „Symbol für Mobilität und Freiheit“ gewesen, „auch wenn es im Stau steckte“. Nun würde diese Geschichte fortgesetzt und Menschen würden weiterfahren, „hauptsächlich mit Autos mit einem üblichen Verbrennungsmotor“, so Kneissl.

Dass solche Wünsche in Zeiten der Klima-Katastrophe buchstäblich tödlich für Teile der Menschheit werden, kümmert Ex-FPÖ-Politikerin Kneissl in ihrer Kolumne nicht. Hinter ihr die Sintflut. Ob und wieviel Kneissl für die Kolumne kassiert, ist nicht bekannt.

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